Immer ein Weg - Marion Bleckenwegner

Psychotherapie


Ziel einer Psychotherapie ist es, seelisches Leid zu heilen oder zu lindern, in Lebenskrisen zu helfen, unpassende Verhaltensweisen und Einstellungen zu ändern und die persönliche Entwicklung und Gesundheit zu fördern.

Psychotherapie ist im Gesundheitsbereich ein eigenständiges Heilverfahren für die Behandlung von psychischen, psychosozialen oder psychosomatisch bedingten Verhaltensauffälligkeiten und Leidenszuständen. Sie besteht gleichberechtigt neben anderen Heilverfahren, wie z.B. medizinische oder klinisch-psychologische Behandlung. Die Ausübung der von Psychotherapie ist seit 1991 gesetzlich geregelt. Sie kann kurativ (heilend), palliativ (lindernd), gesundheits-fördernd, präventiv (vorbeugend) und persönlichkeitsentwickelnd wirken.

Psychotherapie findet in der Beziehung zwischen Psychotherapeut/Psychotherapeutin und Klient/Klientin statt. Der Begriff „Psychotherapie" stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet ursprünglich, den ganzen Menschen – also Seele, Gemüt, Verstand, Lebenskraft – zu unterstützen, zu heilen, zu pflegen und auszubilden. Der Ablauf ist nicht festgelegt und hängt von der jeweiligen
Persönlichkeit und dem Miteinander ab. In der Regel werden zu Beginn Lebenssituation, Beschwerden, Erwartungen und Motivationen besprochen, klare Ziele definiert, und nach Einsatz von psychotherapeutischen Interventionen individuell passende Lösungen in den Alltag integriert. Anhand zu Beginn festgelegter Kriterien der Zielerreichung soll zum Abschluss der Therapieerfolg
gemessen werden.

Wichtige Voraussetzung für eine Psychotherapie ist der Wunsch, etwas zu verändern, und die grundsätzliche Bereitschaft, sich mit seinen Gefühlen und seinem Erleben zu beschäftigen und sich unterstützen zu lassen. Sie kann sinnvoll sein bei Ängsten, Zwangsgedanken und Zwangshandlungen, Depressionen, Süchten, psychosomatischen Erkrankungen, funktionellen Störungen, belastenden Lebenssituationen, Probleme und Krisen in Partnerschaft und Familie, bei posttraumatischen Stresszuständen, Persönlichkeitsakzentuierungen u.v.m. Begrenzungen sind dann gegeben, wenn psychische Erkrankungen zuerst bzw. begleitend medizinische Maßnahmen erfordern.

In Österreich gibt es 22 anerkannte wissenschaftlich-psychotherapeutische Methoden, die sich grob in 4 Richtungen einteilen lassen (siehe Broschüre des Gesundheitsministeriums).

 

Nebenwirkungen und unerwünschte Wirkungen :

Phasen der Symptomverschlechterung, Phasen von Selbstüberschätzung und/oder Selbstzweifel, Veränderung/Verbesserung/Verschlechterung von partnerschaftlichen/ familiären/freundschaftlichen Beziehungen, berufliche Veränderungen in positiver und negativer Weise; finanzielle und zeitliche Belastung, Verstrickung in der Beziehung zum Psychotherapeuten / zur Psychotherapeutin – Psychotherapie ist keine private sondern eine bezahlte Arbeitsbeziehung.

Sollten unerwünschte Veränderungen und/oder keine Veränderungen in Richtung der Therapieziele eintreten, sprechen Sie diese Problematik an.